Keine Zeit für Rücksicht



An einem Freitag Mitte Juni fuhr ich mit meinem Kombi vom Baumarkt nach Hause in der Hoffnung noch einen Parkplatz in der Nähe meiner Wohnung zu bekommen.

Seitdem der neue Drogeriemarkt bei uns im Haus ist, sind die Parkplätze auf der Straße zu den Stoßzeiten belegt, aber nicht von den Anwohnern der Wohngegend, sondern von den Kunden des neuen Einkaufszentrums.

Eigentlich bin ich ja ein Freund von Einkaufszentren, aber nur, wenn sie mit eigenen Parkflächen dienen können und die Geschäfte konzentriert in einem Center untergebracht sind.

Ich suchte also in meiner Straße nach einem freien Parkplatz, den ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdeckte. Die Autos die mir entgegen kahmen fuhren zum Glück daran vorbei, waren jedoch nicht in der Lage auf ihrer Spur zu bleiben.

Kennst Du das, wenn in einer 30er-Zone im Wohngebiet die Autos auf Deiner Seite entgegenkommen? Die Fahrer verhalten sich, als ob sie ein LKW steuern, der auf der anderen Seite keinen Platz mehr hat?

Wahrscheinlich ist es schwierig in modernen Fahrzeugen den Abstand zwischen rechtem Spiegel und parkenden Fahrzeugen einzuschätzen.

Naja, ich blieb einfach stehen, weil mehr nach rechts konnte ich nicht und ganz nach dem Motto, „wer an stehende Fahrzeuge fährt – ist schuld“ wartete ich einfach ab. Angst um meinen linken Außenspiegel habe ich keine, denn die Fahrzeugmodelle, dessen Fahrer sich so unbeholfen anstellten hatten weitaus hochwertigere Außenspiegel als mein fast 17 Jahre alter Kombi.

Nachdem nun dieses Manöver der Geduld vorbei war, fuhr ich in die nächste Einfahrt auf der rechten Seite um zu Wenden – denn ich wollte schon in Fahrtrichtung parken.

Jetzt kommt nicht, die Geschichte vom weggeschnappten Parkplatz; nein jetzt kommt die Geschichte zum Thema „A-Klasse Fahrer“.

Dies mag jetzt ziemlich pauschalisierend klingen, doch leider hat sich in den letzten Jahren diese Theorie immer mehr bestätigt. Wahrscheinlich sind die alt bekannten Fahrer mit Wackeldackel und Klo Rolle, mit der Zeit auf das moderne Rentner-Fahrzeug umgestiegen.

Das soll jetzt aber auch keine Warnung vor „Rentner am Steuer“ werden, denn leider haben wir auch merkwürdiges Fahrverhalten bei jungen bis mittelalten Fahrern und Fahrerinnen festgestellt.

Ich fuhr also in die Einfahrt um zurückzusetzen und dann in die noch hoffentlich freie Parklücke zu fahren. Kaum den Rückwärtsgang drinnen, huschte eine dunkle Gestalt auf der Straße hinter meinem Heck vorbei, die ich natürlich durch den Rückwärtsblick „vor dem Rückwärtsfahren“, wie man es in der Fahrschule lernte, bemerkte.

Dies ist z.B. so ein Punkt, den die von mir beobachteten A-Klasse Fahrer nicht nötig hatten und deshalb meiner Frau ins Auto gefahren sind, und ich beinah auf einem Parkplatz angefahren wurde.

Wenn ich jedoch die Herrschaften beim Rückwärtsfahren beobachte und sie nur in ihre Spiegel gucken, wundert mich nix mehr. Auf die Frage des Polizisten, ob er denn nicht nach hinten geschaut habe, meinte er „man sieht hinten eh nix“. Ja Hallo? Und dann hab ich das Recht alles kaputt zu fahren?

Rücksichtslos

Nun gut, nachdem ich mich langsam in die Strasse vortastete und auf der linken Seite bereits ein Auto wartete um mich reinzulassen, und rechts frei war, fuhr ich vorsichtig rückwärts unter Beobachtung der Straße im hinteren und rechten Bereich.

Und da sah ich dann in der 30er Zone eine A-Klasse mit unüblich erhöhter Geschwindigkeit auf mich zu fahren. Das Auto war nicht so schnell, das der Fahrer nicht hätte bremsen können. Ich stand mit meinem Auto schon 50% auf der Fahrbahn und sah, dass der A-Klasse Fahrer abbremste und fuhr weiter aus der Einfahrt um zu Wenden.

Plötzlich musste ich hart Bremsen denn der junge Fahrer unternahm den Versuch hinter mir, über den Rest der Gegenfahrbahn und garantiert über den Bürgersteig an mir vorbeizufahren. Nachdem ich stehen blieb, blieb er auch stehen und ich dachte mir nur „Typisch A-Klasse und dann noch so ein junger Vogel“.

Ich hoffte nun, dass der Fahrer erkannt hatte dass er nicht vorbei kam, sodass ich weiter rückwärts fuhr nachdem er stand. Während des Rangierens beobachtete ich ihn und konnte nur sehen, dass er näher auf meine Seite zufuhr.

Jetzt stand ich schon kurz davor ihn zu fragen, ob er mir eine neue Lackierung mit Tür bezahlen will, doch ich hatte mal wieder keine Zeit für so einen Scheiß.

Der junge Fahrer so um die 25 fand das alles witzig, dass er den ganzen Verkehr durch sein Verhalten blockierte. Schließlich wendete ich und fuhr rückwärts auf den Parkplatz und alles war gut.

Dies ist leider kein Einzelfall und man kann es regelmäßig beobachten. Obwohl eine A-Klasse ein sehr kompaktes Auto ist, wird damit gefahren, bis es knallt.

Letztens in der Stadt in einer 50er Zone konnte ich das typischer Verhalten aus dem bekannten „Elchtest“ beobachten. Ebenfalls ein junger Fahrer, der mit dem Handy telefonierte und einer Verkehrsinsel ausgewichen ist, brachte das Fahrzeug ins Schlingern und drohte in den Gegenverkehr zu fahren.

Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr

Ich kann zunehmende das rücksichtslose Verhalten im Straßenverkehr beobachten. Es wird nur noch an sich gedacht, Hauptsache man kommt selber schnell irgendwo durch. Die Verkehrsregeln, wie z.B. eine rote Ampel, ein Rechts-Vor-Links oder eine Geschwindigkeitsregulierung scheinen manchmal keine Bedeutung zu haben.

Haben wir wirklich so wenig Zeit? Fühlen wir uns so gestresst, gehetzt, das wir denken wir müssten uns so verhalten? Mit welcher Rechtfertigung dominieren unsere Interessen, das Recht des Anderen und eine zu erwartende Rücksichtnahme?

Erfahre mehr über das Gefühl keine Zeit zu haben…

Mit Konsequenz zum Erfolg



Du hast Wünsche, Ideen und Ziele, doch Dein Erfolg bleibt aus. Du hast das Gefühl das alle Deine Anstrengungen verpuffen und das Du keinen Schritt vorwärts kommst bzw. dass sie nicht zum Ziel führen, welches Du Dir erhoffst.

An diesem Punkt stellst Du Dir irgendwann die Frage: „Was mache ich falsch bzw. was kann ich tun, damit ich erfolgreich werde?“

Wie werde ich erfolgreich ?

Die Grundvorraussetzung zum erfolgreich werden habe ich im weiterführenden Kapitel: „Wie werde ich erfolgreich?“ genannt.

Es sind selbst gesetzte Ziele, die wir erreichen wollen und auch können.

Neben der inneren Einstellung des Positiven Denkens, ist ein konsequentes Verfolgen seiner Ziele unerlässlich.

Konsequenz Definition

Die Konsequenz wird bei Wikipdia im Sinne der Philosophie als eine logische Beziehung zwischen mindestens zwei Umständen beschrieben. Erfüllt ein Umstand eine Wenn-Dann Bedingung, dann folgt im Sinne der Kausalität (Ursache-Wirkung) eine Konsequenz basierend z.B. auf Naturgesetzen oder anderen Regeln.

Wie führt uns Konsequenz zum Erfolg ?

Im Sinne unseres erfolgsorientierten Handelns müssen wir in dem Verfolgen unserer Ziele ebenfalls konsequent sein. D.h. wenn wir etwas bestimmtes erreichen wollen z.B. Ziel A, dann müssen wir etwas Bestimmtes tun, sonst ist es nur logisch, das wir das Ziel nicht erreichen werden.

Erfolg beginnt also, wenn wir „Das Richtige tun“

Vorausgesetzt, wir tun das Richtige müssen wir unsere Taten stetig und regelmäßig umsetzen. Denn durch regelmäßiges Wiederholen eines Prozesses wird unser Tun Wirkung zeigen.

Dies erfordert nicht nur als Selbständiger ein Stück Selbstdisziplin. Sich regelmäßig selbst zu motivieren die vorgenommenen Aufgaben zu erledigen. Gerade vor unangenehmen Aufgaben „drücken“ wir uns gerne und schieben diese auf #Aufschieberitis. Doch gerade diese unangenehmen Aufgaben sind entscheidend für unseren Erfolg. In ihnen liegt mehr Potential als wir vermuten.

Mit Selbstdisziplin tun wir das Richtige regelmäßig

Konkret: Wir besteigen keinen Berg, indem wir auf den Berg zurennen. Wir müssen regelmäßig mittlere Schritte gehen, um unter unseren Bedingungen das Ziel des Gipfels zu erreichen. Dies erfordert Selbstdisziplin.

Konsequenz bedeutet also im Zusammenhang mit Erfolg, dass wir uns mit Selbstdisziplin unserem erreichbaren Ziel, stetig durch die richtigen Taten stückweise nähern, bis wir es erreicht haben.

Was ist der Sinn des Lebens ?



Du machst und tust, bist dauernd in Rotation und irgendwann kommst Du an diesen Punkt, wo’s im Leben nicht mehr vorwärtsgeht. Wie sehr Du dich auch anstrengst, Du hast das Gefühl auf der Stelle zu treten und die Zeit vergeht aber das Leben steht still.

An diesem Punkt fragt man sich oft nach dem Sinn des Lebens.

  • Warum mache ich das Alles?
  • Wofür mache ich das Alles?
  • Was bringt mir das?
  • Wo wird mich das Leben hinführen?
  • Will ich überhaupt noch weitermachen?

Dieser Punkt der Resignation tritt meistens bei ausbleibenden Erfolgserlebnissen auf. Wenn man verstärkte Anstrengungen unternimmt, krampfhaft versucht etwas zu erreichen aber der Erfolg ausbleibt. Wenn man nicht auf sich acht gibt, ist man von einem Burnout nicht weit entfernt.

Eventuell erwartest Du zu viel und dir genügt der „Kleine Erfolg“ nicht. Zu zweifelst, ob Du Deine Ziele zu hoch gesetzt hast und es eventuell nicht bringst. Vielleicht bist Du ja gar nicht so gut, wie Du immer dachtest.

Manchmal haut einem das Schicksal gnadenlos in die Fresse. Vielleicht muss das so sein, als Schutzmechanismus vor Überlastung – bzw. das man merkt, dass man den falschen Weg eingeschlagen hat.

Doch gibt es den falschen Weg? Kann man sich in etwas verrennen? Obwohl andere sagen man soll nicht aufgeben und durchhalten?

Ja was denn nun?

Die Frage lautet also nicht, was ist der Sinn des Lebens, sondern die Frage richtet sich an Dich:

Was ist der Sinn Deines Lebens ?

Ich konnte bisher beobachten, dass für viele Menschen der Sinn des Lebens im erreichen unterschiedlicher Ziele liegt – Z.B, die folgenden in beliebiger Reihenfolge:

  • Heiraten und Familie gründen
  • Party feiern
  • Wunschauto der Oberklasse
  • Reichtum und Vermögensaufbau
  • Wohnen in einem Haus
  • Reisen um die Welt
  • Sexuelle Erfahrungen
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse
  • Titel / Abschluss erreichen

Es ist klar, dass sich die Prioritäten der Ziele im Verlauf des Lebens verändern. Wir entscheiden selbst, worauf wir den Fokus unseres Lebens lenken. Doch egal wie wir uns entscheiden, wichtig ist dass wir wissen wofür wir Leben und was uns antreibt. Denn das Erreichen der selbst gesetzten Ziele bedeutet Erfolg und der löst bei uns das Gefühl des Glücks aus, was uns wiederum Motivation fürs Weitermachen gibt.

Tip: Nehme Dir paar Stunden Zeit für Dich, an einen Ort, wo Du ungestört nachdenken kannst und stelle Dir die folgenden 7 zentralen Fragen:

  1. Was will ich?
  2. Wann hätte ich ein Glücksgefühl?
  3. Was motiviert mich?
  4. Was war in meinem Leben positiv?
  5. Was war in meinem Leben negativ?
  6. Was will ich ändern?
  7. Was werde ich als nächstes tun?

Die letzte Frage ist am wichtigsten. Denn bei allem Grübeln über unsere Lebenssituation müssen wir schauen, das wir ins „Tun“ kommen. Also uns konkrete Ziele setzen und diese auch angehen. Denn von selbst wird sich in unserem nix in die Richtung verändern, wie wir es uns wünschen.
Wichtig bei der Zielsetzung ist, das unsere Ziele im realistisch erreichbaren Bereich liegen. Jetzt gibt es Menschen die sich gerne überschätzen bzw. unterschätzen. Das stellt sich dann in der anschließenden Erfolgskontrolle heraus. Es ist also nicht schlimm seine Ziele nicht zu erreichen, man muss sich nur in regelmäßigen Abständen fragen, warum es nicht geklappt hat. Also was wir ändern müssen um es zu schaffen. Dieser Prozess ist nicht schlimm und ist auch kein Versagen. Wenn wir aufgeben alles hinschmeißen und uns nicht nach dem warum fragen, dann haben wir versagt.
Wenn wir aber mit den Bemühungen aufhören etwas zu Erreichen, was wir in unseren Augen lange genug versucht haben und erkannt haben, das es nicht unser Weg ist, dann haben wir eine weise Entscheidung getroffen um uns nicht ins Unglück zu verrennen.
Do dies kannst auch nur Du alleine Entscheiden, ob Du Deinen Weg weitergehst oder nicht. Mache bitte nicht das Schicksal oder sonst wen dafür verantwortlich, was aus Deinem Leben wird. Es liegt in Deiner Hand. Manche Menschen mögen bessere Ausgangsbedingungen wie ein Elternhaus oder eine Schulbildung haben, der Rest liegt trotzdem in Deiner Hand.


Das Gefühl keine Zeit zu haben


Ich habe keine Zeit

Es war Ende Mai und das Wasser quoll aus der Spüle. Jeden Morgen, wenn die Nachbarin den Wasserhahn aufdrehte hörte ich dieses Klopfen und erinnerte mich an die Worte meines Vaters, der letztes Jahr dieses Problem beschrieb. Mir blieb nur das Wort Rohrreinigung wie ein schwebendes Damoklesschwert im Kopf.

An dem Tag hatte ich eine Tarifumstellung meines DSL Anbieters, die nicht klappte und dann kahm noch diese Unnötigkeit hinzu.

Kennst Du das, wenn man das Gefühl hat einfach keine Zeit für so einen „Scheiß“ zu haben?

Generell denke ich mit meinen 36 Jahren schon seit längerer Zeit keine Zeit zu haben. Ich würde mich zwar nie als Hektiker oder einen gestressten Menschen bezeichnen, doch habe ich schon eine innere Unruh, die mich zwar antreibt aber auch nicht lange verweilen lässt.

 

Als mich die Nachbarin darauf hingewiesen hat, mit den interkulturellen Worten: „wenn ich Problem hab, dann hast Du Problem“ war mir klar, sie hat eine Firma bestellt, die für uns das Rohr freimachen soll. Ich dachte mir, naja mit meiner kleinen 3m Spirale hätte ich’s auch machen können, doch es war zu spät – und ich hatte einfach vorher keine Zeit.

Das ärgerte mich, denn erstens musste ich noch Einkaufen, weil meine Frau bald nach Hause kam, dann musste ich noch auf den Anruf meines DSL-Anbieters warten und schließlich kann ich es nicht leiden fremde Menschen in meinem Zuhause zu haben.

Es klingelte und meine Stimmung war spürbar gereizt. Nachdem mir jedoch der übergewichtige verschwitzte Handwerker klarmachte, dass ich ein Problem hatte, indem er den Wasserhahn voll aufdrehte und nach einer Minute das Wasser in der Spüle überzulaufen drohte, war ich doch beruhigt Hilfe da zu haben.

Die Aussage „von hier kommen wir besser dran, als von drüben“, versuchte ich als Kompliment zu betrachten, obwohl mir klar war, dass bei mir der Gestank und Dreck der Kanalisation bleiben wird.

Nachdem der Handwerker meine angebotene Cola mit den Worten „Ich will einfach nur Feierabend haben“, ausschlug hatte ich schon wieder das Gefühl, dass uns einfach nur Zeit fehlt.

Während er die 15m Spirale unter schwitzen und stöhnenden Bemerkungen mit der Maschine in den Abfluss presste versuchte ich mich zurück zu erinnern an meine Kindheit Anfang der 90er, ob da auch Zeit so knapp war.

Zeit zum Leben

Ich denke als Kind und Schüler, hat man zwar gefühlt wenig Zeit, weil man Dinge machen muss, die man nicht für sinnvoll hält. Doch gemessen an heutigen Maßstäben z.B. an der Zeit in der Uni oder im Job muss ich sagen, dass man als Kind viel mehr Zeit zum Leben hatte (lese dazu das weiterführende Kapitel)

Als Erwachsener muss man sich seine Zeit selber einteilen und das führt dazu, dass man sich selbst keine „Freie-Zeit“ genehmigt. Ich fühle mich regelrecht schlecht, wenn ich meine Zeit nicht sinnvoll nutze und nur „chille“. Ausspannen, relaxen hilft einem zur Regeneration, doch da mache ich lieber Sport, um das lange Sitzen am Schreibtisch zu kompensieren und meinem Körper frische Luft zuzuführen.

Work-Life Balance

Die körperliche Anstrengung und die Konzentration auf das Training macht den Kopf frei und ist eine andere Form Auszuspannen. Der Ausgleich zwischen Job und Training ist optimal, ganz im Sinne der Work-Life-Balance. Doch was bedeutet das?

Mit Hilfe ein wenig Zeitmanagment kannst Du Deine Zeit effektiver Nutzen. Lese dazu das weiterführende Kapitel Zeit zu leben.